
Die Blech- oder Steinplatte unter dem Fenster ist ein Arbeitsplatz für Wind und Wetter. Sie leitet Regenwasser von der Fassade weg, schützt das Mauerwerk und ist gleichzeitig beliebter Landeplatz für Tauben. In einer Großstadt wie Berlin, mit dichten Straßenzügen und viel Verkehr, bleibt hier sichtbar viel liegen: grauer Rußfilm, grüne Schleier auf der Nordseite, braune Rostfahnen unter alten Befestigungen und an manchen Adressen dicke Krusten aus Taubenkot.
Weil diese Flächen außen liegen, stellt sich zuerst eine Frage: Kommen Sie sicher heran? Erst dann geht es darum, welches Material vor Ihnen liegt und welches Mittel dazu passt.
Material bestimmen: Blech, Stein oder Kunststoff
Die meisten Außenbänke in Berlin bestehen aus einem der folgenden Materialien. Jedes reagiert anders auf Reiniger.
| Material | Typisch für | Verträgt | Meiden |
|---|---|---|---|
| Aluminium, beschichtet | Neubau, sanierte Fassaden | Spülwasser, weiche Bürste | Scheuermittel, Säuren, Laugen |
| Zinkblech, verzinkter Stahl | ältere Häuser, Altbauten | mildes Wasser, weiche Bürste | Säuren, Stahlwolle |
| Naturstein (Granit) | repräsentative Fassaden | Wasser, neutrale Reiniger | starke Säuren je nach Stein |
| Kalkstein, Marmor, Sandstein | Gründerzeit, Stuckfassaden | klares Wasser, pH-neutral | jegliche Säure, Essig |
| Kunststein, Beton | Nachkriegsbau, Plattenbau | Wasser, milde Reiniger | Säuren auf Dauer |
| Kunststoff | einfache Fenster, Anbauten | Spülwasser | Lösungsmittel |
Wenn Sie unsicher sind: Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Ecke. Das gilt besonders für alte Steinbänke, deren Oberfläche oft schon angegriffen ist.
Zugang: Sicherheit hat Vorrang
Ein großer Teil der Außenbänke lässt sich bei geöffnetem Fenster erreichen, ohne sich hinauszulehnen. Arbeiten Sie im Stehen oder knien Sie auf einem stabilen Untergrund, nicht auf einem Stuhl. Nutzen Sie kurze Bürsten mit Stiel, wenn die Fläche tief ist. Werkzeuge und Eimer bleiben innen stehen – was herunterfällt, trifft womöglich Passanten auf dem Gehweg.
Ist die Fläche nur mit weit herausgelehntem Oberkörper erreichbar, sollten Sie aufhören. Dann gehört die Arbeit auf eine Leiter vom Hof aus, auf einen Hubsteiger oder zu einer Fachfirma.
Taubenkot: Hygiene zuerst
Taubenkot ist nicht nur unschön. Getrocknete Rückstände können Krankheitserreger enthalten, die mit dem Staub eingeatmet werden. Zudem greift der Kot durch seine Säure auf Dauer Metall, Beschichtung und Stein an. Deshalb gilt eine feste Reihenfolge.
Schutz anlegen
Fenster zum Raum hin möglichst schließen oder den Bereich mit einem Tuch abgrenzen.
Einweichen statt kratzen
Befeuchten Sie die Krusten großzügig mit einer Sprühflasche und Wasser mit etwas Spülmittel. Nach zehn bis fünfzehn Minuten sind sie weich.
Aufnehmen und entsorgen
Diesen verschlossen im Restmüll entsorgen. Danach die Fläche mit frischem Spülwasser nachwischen.
Hände und Werkzeug
Bei großen Ablagerungen, etwa auf Simsen, in Lichthöfen oder wenn Tauben regelmäßig brüten, ist das keine Aufgabe für zwischendurch mehr. Eine fachgerechte Taubenkotentfernung arbeitet mit Schutzausrüstung, bindet den Staub und entsorgt das Material ordnungsgemäß.
Rostfahnen und Metallabrieb
Rostfahnen entstehen, wenn Wasser über rostende Schrauben, Gitter oder Anker läuft und die Farbe auf das Blech oder den Stein trägt. Auf Aluminium lassen sie sich oft mit Spülwasser und weicher Bürste entfernen, bei hartnäckigen Stellen hilft ein Reiniger für Metallflächen, der ausdrücklich für beschichtetes Aluminium freigegeben ist.
Auf Naturstein ist Vorsicht geboten. Rostentferner auf Säurebasis können Kalkstein, Marmor und viele Sandsteine anätzen. Für diese Steine gibt es spezielle, säurefreie Rostentferner aus dem Fachhandel. Bei wertvollen Fassaden lohnt die Frage an einen Steinfachbetrieb.
Wichtig ist, die Ursache abzustellen: Solange die rostende Schraube tropft, kommt die Fahne wieder.
Grüner Belag und schwarze Schleier
Algen und Flechten wachsen bevorzugt auf nordseitigen Flächen, unter Bäumen und dort, wo Wasser lange stehen bleibt. Auf Metall und glattem Stein genügt oft eine weiche Bürste mit Spülwasser. Auf porösem Stein sitzt der Belag tiefer. Hier helfen spezielle Algenentferner, die nach Herstellerangabe eingesetzt werden. Chlor sollten Sie nicht nehmen – es kann Stein verfärben, Metall angreifen und schadet Pflanzen unter dem Fenster.
Schwarze Schleier sind meist eine Mischung aus Ruß, Staub und Mikroorganismen. Sie lösen sich oft erst mit mehreren Durchgängen.
- Hochdruckreiniger auf Blech: Wasser drückt unter die seitlichen Abschlüsse ins Mauerwerk.
- Essig oder Entkalker auf Kalkstein: Die Oberfläche wird rau und fleckig.
- Stahlwolle auf Aluminium: Kratzer in der Beschichtung, dort beginnt Korrosion.
- Taubenkot trocken fegen: Staub mit Keimen gelangt in die Atemluft.
- Wasser in Strömen: Es läuft über die Fassade und verschmutzt die Etage darunter.
Blumenkästen, Erde und Gießwasser
Viele Berlinerinnen und Berliner nutzen den Platz vor dem Fenster für Balkonkästen mit Kräutern oder Sommerblumen. Das ist schön, bringt aber eigene Verschmutzungen mit sich. Gießwasser schwemmt Erde aus dem Kasten, die sich als brauner Schlamm in Ecken und an der Aufkantung sammelt. Dünger kann auf Metall helle oder dunkle Ränder hinterlassen. Unter den Kästen bleibt es dauerhaft feucht, und genau dort setzen sich Algen und Moos fest.
Unser Rat: Stellen Sie Kästen auf kleine Füße oder Leisten, damit Luft darunter zirkulieren kann und Wasser abläuft. Heben Sie die Kästen bei jeder Reinigung ab, statt nur drumherum zu wischen. Und achten Sie auf sichere Halterungen – ein Kasten, der bei Wind abrutscht, ist für Menschen auf dem Gehweg gefährlich. In vielen Mietverträgen und Hausordnungen gibt es dazu Vorgaben; sie gehen Reinigungsfragen vor.
Eingetrockneter Erdschlamm löst sich gut, wenn Sie ihn vorher anfeuchten. Anschließend mit einer weichen Bürste und Spülwasser nacharbeiten und mit wenig klarem Wasser nachspülen. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht über die Kante auf die Fassade oder auf das Fenster darunter läuft; ein Tuch an der Vorderkante fängt Tropfen ab.
Turnus nach Belastung
| Belastung | Empfehlung |
|---|---|
| Normale Wohnstraße | 2× im Jahr mit der Fensterreinigung |
| Hauptverkehrsstraße | 3–4× im Jahr |
| Regelmäßig Tauben | nach Bedarf, zeitnah nach Befall |
| Nordseite mit Algen | 1–2× im Jahr gezielt behandeln |
Was wir bei Außeneinsätzen beobachten
Unsere Teams nehmen die Außenbänke bei der Fensterreinigung meist mit, soweit sie sicher erreichbar sind. Dabei zeigt sich immer wieder, dass Kot und Rost zusammenhängen: Wo Tauben häufig sitzen, ist die Beschichtung oft angegriffen, und dort beginnt früher Korrosion. Deshalb raten wir, Befall nicht über Monate liegen zu lassen.
Ein zweiter Punkt aus der Praxis: Wenn die Außenbank gereinigt ist, bleibt häufig noch Schmutz am unteren Fensterrahmen und im Entwässerungsschlitz. Den nehmen wir gleich mit. Mehr dazu, warum diese Schlitze frei bleiben müssen, steht im Ratgeber Fensterdichtungen reinigen und pflegen. Wer Kastenfenster im Altbau hat, findet Hinweise zur Reihenfolge im Beitrag Kastenfenster reinigen.
Wann eine Fachfirma sinnvoll ist
Sobald die Flächen nur mit Leiter, Gerüst oder Hubsteiger erreichbar sind, bei starkem Taubenbefall oder bei historischen Steinfassaden ist Profiarbeit der sicherere Weg. Putzfirma Berlin übernimmt Außenbänke im Zuge der Fensterreinigung oder als Teil einer Fassadenreinigung. Hausverwaltungen, etwa in Altbauquartieren in Pankow oder Friedrichshain-Kreuzberg, lassen solche Arbeiten oft gebündelt für das ganze Haus erledigen.
Für die Abwehr von Tauben – Netze, Spikes, Spanndrähte – sind spezialisierte Betriebe zuständig. Wir entfernen den Kot, bauen aber keine Vogelabwehr.
Kurz beantwortet
Ist Taubenkot gefährlich?
Er kann Krankheitserreger enthalten, die besonders als getrockneter Staub eingeatmet werden. Deshalb immer einweichen, Handschuhe tragen und bei größeren Mengen eine Maske verwenden. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten die Arbeit abgeben.
Welches Mittel ist für Aluminium geeignet?
Spülwasser und eine weiche Bürste reichen meist. Für hartnäckige Flecken gibt es spezielle Reiniger für beschichtetes Aluminium. Scheuermittel und Säuren beschädigen die Beschichtung.
Wie bekomme ich Rost von der Steinplatte?
Nur mit säurefreien Rostentfernern, die für den jeweiligen Stein geeignet sind. Vorher an einer verdeckten Stelle testen. Bei Kalkstein und Marmor im Zweifel einen Steinfachbetrieb fragen.
Darf ich mit dem Hochdruckreiniger arbeiten?
Besser nicht. Das Wasser dringt an Anschlüssen und Fugen ins Mauerwerk und kann Putz, Dämmung oder die Wohnung darunter durchfeuchten. Bürste und Wasser sind schonender.
Über diesen Beitrag
Geschrieben aus der täglichen Praxis unserer Reinigungsteams in Berlin. Hinweise zu Recht, Steuern oder Gesundheit geben einen allgemeinen Überblick und ersetzen keine persönliche Beratung durch eine Fachstelle.



