
Warum normales Putzen irgendwann nicht mehr reicht
Jede Unterhaltsreinigung hinterlässt etwas. Wischpflege legt hauchdünne Filme auf den Boden, das harte Wasser der Stadt lässt an Armaturen und Fliesen weiße Krusten zurück, in Teeküchen verbindet sich Fett mit Staub zu einer klebrigen Schicht. Über Monate wächst daraus eine Lage, die der Wischmopp nur noch verteilt. Der Boden wirkt grau, obwohl gerade gewischt wurde. Im Bad glänzt nichts mehr, obwohl täglich jemand darübergeht.
Genau hier setzt eine Grundreinigung an, und zwar mit Methode. Sie ist kein gründlicheres Putzen, sondern ein anderes Verfahren: Wir lösen alte Rückstände chemisch und mechanisch, saugen die Flotte ab, neutralisieren und bauen – wo sinnvoll – eine neue Schutzschicht auf. Danach beginnt die laufende Pflege wieder bei null.
Typische Auftraggeber sind Büros nach einem Mieterwechsel, Arztpraxen vor einer Begehung, Kitas in der Sommerschließzeit, Hausverwaltungen bei leeren Wohnungen und Privathaushalte, die eine übernommene oder lange vernachlässigte Wohnung wieder in Ordnung bringen wollen.
Was wir in welchem Bereich erledigen
Der Umfang richtet sich nach dem Objekt. Die folgende Übersicht zeigt, was bei uns üblicherweise dazugehört. Welche Punkte bei Ihnen zutreffen, halten wir im Angebot schriftlich fest.
| Bereich | Arbeiten | Übliche Häufigkeit |
|---|---|---|
| Elastische Beläge (PVC, Linoleum, Vinyl, Kautschuk) | alte Beschichtung strippen, maschinell schrubben, spülen, neutralisieren, neue Dispersion in 2–3 Schichten | alle 12–24 Monate |
| Fliesen und Feinsteinzeug | Fugen maschinell bürsten, Zementschleier und Fettfilm lösen, Oberflächen auf Glanz trocknen | 1–2 × jährlich |
| Naturstein und Terrazzo | pH-neutral oder alkalisch reinigen, keine Säure, danach Steinpflege einarbeiten | jährlich |
| Sanitärräume | Kalk an Armaturen, Duschwänden, Fliesenspiegeln; Urinsteinablagerungen; Silikonfugen kontrollieren | 1–4 × jährlich |
| Küchen und Teeküchen | Fronten, Griffe, Dunstabzug außen, Rückwände, Kühlschrank und Spülmaschinenrand entfetten | halbjährlich |
| Inventar und Details | Heizkörper, Türen, Zargen, Schalter, Sockelleisten, Fensterbänke innen | mit jedem Einsatz |
Textile Beläge reinigen wir auf Wunsch im selben Durchgang. Dafür setzen wir ein anderes Verfahren ein, das auf unserer Seite zur Teppichreinigung genauer beschrieben ist.
Beschichtete Böden: das Herzstück
Die alte Dispersion muss vollständig herunter, sonst haftet die neue nicht und wird fleckig. Wir tragen einen Grundreiniger auf, lassen ihn wirken, schrubben mit der Einscheibenmaschine und passenden Pads, nehmen die gelöste Schicht mit dem Nasssauger auf und spülen zweimal mit klarem Wasser nach. Erst wenn der Boden vollständig trocken ist und ein Test mit dem Fingernagel keine Reste mehr zeigt, geht die erste neue Schicht darauf. Wie lange ein Mittel stehen muss, erklären wir im Beitrag über die Einwirkzeit bei der Reinigung.
Fliesen, die grau statt weiß sind
Meist liegt das nicht an der Fliese, sondern an Pflegemitteln mit Wachs oder Seife, die sich in der mikroporösen Oberfläche festgesetzt haben. Wir lösen diese Rückstände alkalisch und arbeiten die Fugen mit rotierenden Bürsten aus. Hintergründe dazu stehen in unserem Text warum Feinsteinzeug grau wirkt.
So läuft ein Einsatz ab
- Besichtigung vor Ort. Wir sehen uns Beläge, Verschmutzung und Zugänge an und prüfen an einer unauffälligen Stelle, wie der Boden auf den Reiniger reagiert.
- Schriftliches Angebot. Werktags innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie einen Festpreis mit Leistungsbeschreibung, Termin und Dauer.
- Vorbereitung. Kleinmöbel, Pflanzen und lose Gegenstände räumen wir gemeinsam mit Ihnen oder nach Absprache selbst aus. Kabel und Steckdosen im Bodenbereich decken wir ab.
- Nassarbeiten. Wir reinigen von hinten zur Tür, damit niemand über frische Flächen laufen muss. Warnschilder stehen, sobald der Boden nass ist.
- Trocknung und Neuaufbau. Je nach Belag und Raumklima vergehen zwischen den Schichten 30 bis 60 Minuten.
- Abnahme. Wir gehen die Räume mit Ihnen anhand der Checkliste durch. Nachbesserungen erledigen wir sofort.
Für größere Objekte planen wir den Einsatz abschnittsweise, damit der Betrieb weiterlaufen kann. Wie wir allgemein planen und übergeben, beschreibt die Seite zum Ablauf unserer Aufträge.
Preise zur Orientierung
Die Grundreinigung wird bei uns überwiegend pro Quadratmeter abgerechnet. Für Gewerbekunden nennen wir Nettopreise, für Privathaushalte den Bruttopreis inklusive 19 % Mehrwertsteuer.
| Arbeit | Firmenkunden, netto | Privatkunden, brutto |
|---|---|---|
| Fliesen- oder Steinboden intensiv reinigen | ab 3,10 € / m² | ab 3,69 € / m² |
| Elastischen Belag strippen und neu beschichten | ab 4,90 € / m² | ab 5,83 € / m² |
| Sanitärraum komplett inkl. Kalkentfernung | ab 45 € / Raum | ab 53,55 € / Raum |
| Teeküche oder Wohnküche entfetten | ab 60 € / Küche | ab 71,40 € / Küche |
| Mindestauftrag | 180 € | 214,20 € |
Wovon der Endpreis abhängt: Belagsart, Zahl der alten Pflegeschichten, Möblierung, Etage und Zugang, Zeitfenster (Abend, Wochenende) sowie der Verschmutzungsgrad. Verbindlich wird die Summe, sobald wir das Objekt gesehen haben – dann steht ein Festpreis im Angebot. Weitere Richtwerte finden Sie auf unserer Preisübersicht.
Objekte in Berlin und was sie auszeichnet
Berlin hat eine Mischung an Gebäuden, die man so selten findet. Daraus ergeben sich ganz verschiedene Anforderungen:
- Gründerzeit-Altbauten zwischen Kollwitzkiez, Boxhagener Platz und Akazienstraße besitzen häufig Dielen, Terrazzo im Treppenhaus und Fliesenböden mit Mosaik. Solche Flächen bekommen bei uns sparsam dosierte Feuchtigkeit und keinerlei scharfe Säure.
- Plattenbauten in Marzahn, Hellersdorf oder Lichtenberg haben häufig PVC in Fluren und Bädern, der über Jahrzehnte mehrfach beschichtet wurde. Das Strippen dauert länger, lohnt sich aber sichtbar.
- Büros in Gewerbehöfen und Lofts in Kreuzberg oder Wedding haben Industrieestrich, Epoxid oder geöltes Holz. Jede dieser Oberflächen verlangt ein eigenes Mittel.
- Praxen und Kitas setzen überwiegend auf Linoleum und Kautschuk. Für Kautschuk gilt: keine lösemittelhaltigen Produkte, sonst quillt die Oberfläche. Details stehen im Artikel über Kautschukböden in Praxis und Schule.
Dazu kommt das Wasser: Berliner Leitungswasser ist hart. Kalk ist deshalb in fast jedem Bad der Hauptgegner. Warum das so ist und wie man ihm im Alltag begegnet, erklärt unser Beitrag zum harten Berliner Wasser.
Wir übernehmen Aufträge in sämtlichen Bezirken, von Mitte bis nach Spandau oder Köpenick, und auf Anfrage auch jenseits der Stadtgrenze.
Worauf wir bei Material und Sicherheit achten
Alkalische Grundreiniger sind wirksam, aber nicht harmlos. Wir arbeiten mit Schutzhandschuhen und Schutzbrille, lüften während der Arbeiten und lassen keine Mittel offen stehen. Sicherheitsdatenblätter der eingesetzten Produkte liegen auf Wunsch vor.
Beim Material gilt: erst prüfen, dann behandeln. Linoleum verträgt keine hohen pH-Werte über längere Zeit, Marmor keine Säure, geöltes Holz kein stehendes Wasser. Deshalb testen wir jede neue Oberfläche an einer verdeckten Stelle. Bei Unsicherheit verzichten wir lieber auf ein aggressives Mittel und wählen einen zweiten Durchgang mit milderem Produkt.
Rutschgefahr ist während des Einsatzes das größte Risiko. Nasse Zonen sperren wir ab und kennzeichnen sie. In bewohnten Wohnungen und laufenden Betrieben stimmen wir ab, welche Wege frei bleiben müssen.
Bei Putzfirma Berlin arbeiten feste, eigene Teams ohne Subunternehmer. Das heißt: Wer die Besichtigung macht, kennt auch das Team, das später vor Ort steht. Für den seltenen Fall eines Schadens besteht eine Betriebshaftpflichtversicherung. Mehr zu unseren Standards steht auf der Seite Qualität und Kontrolle.
- Neue Beschichtung zu früh begehen: Mindestens die angegebene Trockenzeit abwarten, schwere Möbel erst am nächsten Tag zurückstellen.
- Auf einem frisch beschichteten Boden mit Allzweckreiniger wischen: Viele enthalten Lösemittel, die die Schutzschicht angreifen.
- Kalk mit Essigessenz auf Naturstein bekämpfen: Das raut Marmor und Kalkstein dauerhaft auf.
- Einen Grundreiniger aus dem Baumarkt „etwas stärker“ dosieren: Zu viel Konzentrat hinterlässt Rückstände, die neuen Schmutz anziehen.
- Nach dem Einsatz beim alten Pflegemittel bleiben: Wer wieder mit wachshaltiger Seife wischt, hat in einem Jahr dasselbe Problem.
Ein typischer Auftrag aus der Praxis
Ein häufiger Fall: Eine Praxis mit Linoleum in Wartebereich und Fluren, jahrelang mit wachshaltiger Wischpflege behandelt. Der Belag wirkt fleckig, an den Laufwegen dunkler als an den Rändern, und neben den Stuhlbeinen sitzen gelbliche Ränder. Wir strippen an einem Freitagabend die Altschichten, spülen zweimal, lassen über Nacht trocknen und tragen am Samstagvormittag zwei Lagen einer rutschhemmenden Dispersion auf. Am Montag öffnet die Praxis normal. Parallel stellen wir die tägliche Wischpflege auf einen Neutralreiniger ohne Wachs um, damit sich die Schichten nicht erneut aufbauen.
Solche Aufträge zeigen, wie viel das Pflegemittel im Alltag ausmacht. Wer nach der Grundreinigung beim falschen Produkt bleibt, sieht die Flecken spätestens nach einem Winter wieder. Deshalb geben wir nach jedem Auftrag eine kurze schriftliche Empfehlung mit: welches Mittel, welche Dosierung, welcher Mopp. Wenn Sie die tägliche Reinigung selbst organisieren, hilft der Beitrag Wischmopp, Flachmopp, Schwammmopp bei der Wahl des Werkzeugs.
Wann sich der Aufwand lohnt – und wann nicht
Nicht jeder unansehnliche Boden braucht gleich eine Grundreinigung. Manchmal reicht eine Zwischenreinigung mit Pad und Neutralreiniger. Wir sagen Ihnen bei der Besichtigung ehrlich, welcher Aufwand nötig ist.
Sinnvoll ist das Verfahren vor allem:
- vor einer Neuvermietung oder dem Einzug in gebrauchte Räume,
- wenn die laufende Reinigung sichtbar keinen Effekt mehr hat,
- nach Umbauten oder Renovierungen, sobald der grobe Baustaub weg ist,
- vor Begehungen durch das Gesundheitsamt oder eine Aufsichtsbehörde,
- einmal im Jahr in stark genutzten Bereichen wie Eingängen, Fluren und Sanitärräumen.
Nicht angebracht ist sie bei beschädigten Belägen. Ein Linoleum mit tiefen Kratzern oder ein Parkett mit abgelaufener Versiegelung wird durch Reinigung nicht neu. Hier ist ein Bodenleger oder die Parkettpflege der richtige Weg.
- Schlüssel und Zugang für das Team klären, auch für Keller und Nebenräume
- Wasseranschluss und Steckdose (230 V) in Reichweite
- Wertsachen, Akten und empfindliche Geräte vorab wegräumen
- Hinweise zu bekannten Schäden oder Flecken notieren
Sämtliche Positionen stehen außerdem im Muster-Leistungsverzeichnis weiter oben zum Herunterladen bereit. Damit lassen sich auch Angebote anderer Anbieter vergleichen.
Wir sehen uns Ihre Räume an und nennen danach einen verbindlichen Festpreis.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Einsatz in einer normalen Wohnung?
Eine Dreizimmerwohnung mit Bad und Küche erledigt ein Team aus zwei Personen meist an einem Tag. Wenn Böden neu beschichtet werden, kommen Trockenzeiten hinzu. Bei großen Büroflächen planen wir mehrere Abende oder ein Wochenende ein.
Müssen wir während der Arbeiten ausziehen oder den Betrieb schließen?
Nein. Wir arbeiten raumweise und stimmen ab, welche Bereiche wann gesperrt sind. In Praxen und Büros bieten sich Abende, Wochenenden oder Brückentage an. Nur frisch beschichtete Flächen sollten für einige Stunden unbetreten bleiben.
Wie oft sollte man das machen lassen?
Das hängt von der Nutzung ab. Stark begangene Eingänge und Flure profitieren von einem jährlichen Termin, ruhige Büros kommen mit zwei Jahren aus. In Privatwohnungen genügt es oft, beim Einzug oder nach einer längeren Pause zu starten und danach regelmäßig zu pflegen.
Welche Mittel setzen Sie ein?
Wir arbeiten mit professionellen Grund- und Neutralreinigern, die zur jeweiligen Oberfläche passen. Auf Wunsch verwenden wir umweltschonende Produkte, soweit sie für die Aufgabe ausreichen. Einscheibenmaschine, Pads, Nasssauger und Chemie bringt das Team mit, berechnet wird dafür nichts extra.
Lässt sich die Rechnung bei der Steuer ansetzen?
Für die eigene Wohnung kommt die Steuerermäßigung nach § 35a EStG in Betracht, allerdings nur für den Lohnanteil. Auf unserer Rechnung stehen Arbeit und Material deshalb in getrennten Posten, unbar bezahlt per Überweisung. Welche Ersparnis tatsächlich übrig bleibt, rechnet Ihr Steuerbüro aus; dieser Absatz stellt keine Rechtsberatung dar.
Was passiert, wenn danach noch Flecken zu sehen sind?
Bei der Abnahme gehen wir jeden Raum gemeinsam durch. Was auffällt, bessern wir direkt nach. Manche Flecken sind allerdings keine Verschmutzung, sondern eine dauerhafte Verfärbung des Materials. Das sprechen wir bereits bei der Besichtigung offen an.
Übernehmen Sie danach auch die laufende Pflege?
Ja, viele Kunden wechseln nach dem Einsatz in eine regelmäßige Unterhaltsreinigung. Dann stimmen wir die Wischpflege genau auf die neue Beschichtung ab, damit das Ergebnis lange hält.



