
Ein Hof mit verfilztem Rasen, Brennnesseln am Zaun und einer Hecke, die den Weg zur Haustür halb zuwuchert, wirkt vernachlässigt, auch wenn das Haus selbst in gutem Zustand ist. Umgekehrt fällt ein gepflegter Innenhof mit geschnittenen Sträuchern und sauberen Wegen sofort positiv auf, bei Mietinteressenten ebenso wie bei Kunden, die ein Firmengelände betreten. Grünflächen brauchen allerdings Zeit und Regelmäßigkeit. Wer sie nur dann erst anfasst, wenn der Wildwuchs überhandnimmt, zahlt am Ende mehr, weil verwilderte Flächen deutlich aufwendiger sind als laufend gepflegte.
Die Gartenpflege von Putzfirma Berlin ist für drei Gruppen gedacht: Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften mit Innenhöfen und Vorgärten, Unternehmen mit Außenanlagen an Büro- oder Gewerbegebäuden und private Haushalte, die ihr Grundstück nicht mehr selbst bewirtschaften können oder wollen. Für alle gilt: Wir arbeiten mit einem festen Team, das die Flächen kennt, und nach einem Plan, der sich an Jahreszeit und Pflanzenbestand orientiert.
Was über das Jahr zu tun ist
Die meisten Arbeiten hängen am Wachstum der Pflanzen. Die folgende Übersicht zeigt einen Jahreslauf, wie er für ein Mehrfamilienhaus mit Hof und kleinem Vorgarten typisch ist.
| Zeitraum | Hauptarbeiten |
|---|---|
| März und April | Frühjahrsputz der Flächen, Rasen vertikutieren bei Bedarf, Beete lockern, Rückschnitt von Stauden und Gräsern, Streugut aus dem Winter aufnehmen |
| Mai bis Juli | Rasen mähen im Abstand von ein bis zwei Wochen, Unkraut in Beeten und Fugen entfernen, Form- und Pflegeschnitt an Hecken, Bewässerung in Trockenphasen |
| August und September | zweiter Heckenschnitt, Rasen weiter mähen, Nachsaat kahler Stellen, Kontrolle von Bäumen und Sträuchern vom Boden aus |
| Oktober und November | Laub von Rasen, Wegen und Beeten entfernen, letzter Rasenschnitt, Stauden zurückschneiden oder als Winterschutz stehen lassen, Abläufe freihalten |
| Dezember bis Februar | Kontrollgänge, Äste nach Sturm beseitigen, stärkerer Gehölzschnitt, soweit er in diesem Zeitraum erlaubt ist |
Einzelne Bausteine
- Rasen: mähen, Kanten stechen, düngen nach Bedarf, vertikutieren, Nachsaat
- Hecken und Sträucher: Formschnitt, Auslichtungsschnitt, Entfernen von Totholz
- Beete und Pflanzflächen: jäten, mulchen, Stauden teilen, saisonale Bepflanzung auf Wunsch
- Wege und Plätze: Unkraut aus Fugen entfernen, Moos beseitigen, Kanten freihalten
- Laub: aufnehmen, abtransportieren, Laubfang an Abläufen prüfen
- Bewässerung: Gießgänge in Trockenzeiten, Kontrolle vorhandener Bewässerungsanlagen
Größere Arbeiten an Bäumen, etwa Kronenschnitt in der Höhe oder Fällungen, gehören zu Baumpflegebetrieben mit entsprechender Ausbildung und Ausrüstung. Wir erkennen Handlungsbedarf, dokumentieren ihn und stimmen den Einsatz der Fachleute mit Ihnen ab. Mehr dazu im Beitrag zur Baumpflege auf dem Grundstück.
Vom ersten Rundgang bis zum Jahresplan
Flächen aufnehmen. Beim kostenlosen Termin vor Ort messen wir Rasen, Hecken und Beete, notieren Pflanzenarten und Zustand und fragen, wie der Hof genutzt wird: Spielen dort Kinder, gibt es Sitzplätze, stehen Fahrräder am Zaun?
Plan erstellen. Daraus entsteht ein Pflegeplan mit Arbeiten, Monaten und geschätzten Stunden. Sie erhalten werktags innerhalb von 24 Stunden ein Angebot, auf Wunsch als Jahrespauschale oder nach Aufwand.
Pflegen und dokumentieren. Nach jedem Einsatz halten wir kurz fest, was erledigt wurde und was auffiel, etwa ein kranker Strauch, ein beschädigter Zaun oder ein Wespennest an der Hauswand.
Grünschnitt entsorgen. Schnittgut, Laub und Unkraut nehmen wir mit. In Berlin landen diese Reste bei geeigneten Annahmestellen; wie die städtischen Höfe funktionieren, beschreibt unser Beitrag zu den Recyclinghöfen in Berlin.
Saison auswerten. Am Ende des Jahres besprechen wir, welche Flächen mehr oder weniger Aufmerksamkeit brauchen, und stimmen die Schwerpunkte der kommenden Saison darauf ab.
Was die Pflege kostet
Für Verwaltungen und Unternehmen nennen wir Nettopreise. Private Auftraggeber sehen den Endpreis inklusive Umsatzsteuer, damit keine Missverständnisse entstehen.
| Leistung | Gewerbe und Verwaltung, netto | Privathaushalt, inkl. MwSt. |
|---|---|---|
| Pflegearbeiten nach Aufwand | ab 35,00 € pro Stunde | ab 41,65 € pro Stunde |
| Heckenschnitt bis Schulterhöhe | ab 3,20 € pro laufendem Meter | ab 3,81 € pro laufendem Meter |
| Laubaufnahme mit Abtransport | ab 38,00 € pro Stunde zzgl. Entsorgung | ab 45,22 € pro Stunde zzgl. Entsorgung |
| Jahrespflege Innenhof bis 300 m² | nach Begehung als Pauschale | nach Begehung als Pauschale |
Wie hoch der Aufwand tatsächlich ausfällt, hängt von Größe und Zustand der Flächen, der Zugänglichkeit, der Menge an Grünschnitt und dem gewünschten Pflegeniveau ab. Auf der Seite mit unseren Preisen im Überblick finden Sie weitere Richtwerte. Den verbindlichen Betrag nennen wir nach der Begehung.
Private Auftraggeber können den Arbeitskostenanteil der Pflege als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG in der Einkommensteuererklärung angeben. Voraussetzung sind eine Rechnung und eine unbare Zahlung. Wie das im Detail funktioniert, erläutert unser Beitrag zum Steuerbonus für Haushalt und Handwerker. Das ist keine Steuerberatung; die Anrechnung im Einzelfall klärt Ihr Steuerbüro.
In Mietshäusern gehört die Gartenpflege gemeinschaftlicher Flächen zu den Betriebskosten, die auf Mieter umgelegt werden können, wenn der Mietvertrag das vorsieht. Wir weisen laufende Pflege und einmalige Neuanlagen deshalb getrennt aus.
Berliner Grün hat eigene Bedingungen
Berlin liegt auf überwiegend sandigen Böden. Wasser versickert schnell, Nährstoffe werden ausgewaschen, und in trockenen Sommern verbrennt Rasen innerhalb weniger Wochen. Wer hier Grün erhalten will, muss in Hitzephasen gießen, und zwar selten und durchdringend statt täglich ein wenig. Auf sehr sonnigen Flächen empfehlen wir oft, statt Zierrasen robuste Kräuterrasen oder Bodendecker zu verwenden.
Innenhöfe in Gründerzeitvierteln wie Friedrichshain oder Schöneberg sind dagegen häufig schattig, feucht und von hohen Brandwänden umgeben. Dort wächst Moos schneller als Gras, und Pflanzen müssen mit wenig Licht auskommen. In Siedlungen am Stadtrand, etwa in Zehlendorf oder Frohnau, gibt es große Gärten mit altem Baumbestand, viel Laub im Herbst und langen Hecken an der Grundstücksgrenze.
Hinzu kommt der Schutz von Bäumen. In Berlin gilt eine Baumschutzverordnung, die bestimmte Bäume auch auf privatem Grund schützt. Ob ein Baum darunter fällt, hängt unter anderem von Art und Stammumfang ab. Vor größeren Schnitten oder Fällungen sollte deshalb geklärt werden, ob eine Genehmigung nötig ist. Wir weisen darauf hin und fällen selbst keine geschützten Bäume.
Naturschutz, Schnittzeiten und sichere Geräte
Das Bundesnaturschutzgesetz untersagt zwischen dem 1. März und dem 30. September starke Rückschnitte und das Entfernen von Hecken und Gebüschen. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben erlaubt. Bevor wir eine Hecke in der Brutzeit schneiden, sehen wir nach Vogelnestern und lassen bewohnte Bereiche stehen. Auch Igel überwintern gern in Laub- und Reisighaufen, weshalb wir in Absprache einen ungestörten Winkel stehen lassen, wo es der Platz erlaubt.
Chemische Unkrautvernichter setzen wir auf Wegen, Pflaster und Plätzen nicht ein, dort sind sie grundsätzlich unzulässig. Stattdessen arbeiten wir mit Fugenkratzern, Bürsten und bei Bedarf mit Heißwasser. Für Beete verwenden wir auf Wunsch torffreie Erden und organische Dünger.
Motorgeräte wie Mäher, Heckenscheren und Laubbläser sind regelmäßig gewartet. In Wohnhöfen achten wir auf Lärm: Laute Arbeiten legen wir nicht in die frühen Morgenstunden und nicht in die Mittagszeit, wenn die Hausordnung Ruhezeiten vorsieht. Wo Menschen vorbeigehen, sichern wir den Arbeitsbereich ab, damit keine Steine oder Äste weggeschleudert werden.
- Rasen zu kurz mähen: Bei Hitze verbrennt er dann schneller, und Unkraut hat leichtes Spiel.
- Hecken nur an der Seite schneiden: Unten verkahlen sie, weil zu wenig Licht ankommt. Besser ist eine leicht trapezförmige Form.
- Laub monatelang auf dem Rasen liegen lassen: Darunter fault das Gras und es bilden sich kahle Stellen.
- Abläufe im Hof vergessen: Blätter setzen sie zu, bei Starkregen steht dann Wasser vor dem Kellerabgang.
- Sträucher pflanzen, ohne ihre spätere Größe zu bedenken: Nach wenigen Jahren überwuchern sie Wege und Fenster.
Welche Arbeiten wir in einen Vertrag aufnehmen, zeigt das Muster-Leistungsverzeichnis, das Sie oben als PDF abrufen können.
Gemeinschaftsflächen mit Hausgemeinschaft
In vielen Berliner Höfen möchten Bewohner selbst mitgärtnern: ein Hochbeet, Kräuter an der Wand, ein paar Tomaten auf dem Fahrradschuppen. Das ist erfreulich, braucht aber klare Absprachen, wer welche Fläche pflegt. Wir kümmern uns um die Grundpflege und lassen private Beete in Ruhe, wenn sie markiert sind. Anregungen dazu finden Sie im Beitrag über Gemeinschaftsgärten im Wohnhaus.
Außenanlagen sind eng mit anderen Aufgaben am Haus verknüpft. Im Herbst fließt die Laubbeseitigung direkt in den Winterdienst über, im Frühjahr wird der Splitt aus den Beeten genommen. Viele Verwaltungen legen die Gartenpflege deshalb mit dem Hausmeisterservice zusammen, sodass ein Team über das ganze Jahr zuständig ist.
Wir kommen kostenlos vorbei und schlagen einen Pflegeplan für Ihr Grundstück vor.
Häufige Fragen
Übernehmen Sie auch einmalige Einsätze?
Ja, etwa einen Heckenschnitt vor dem Sommer oder das Räumen eines verwilderten Hofes. Einmalige Arbeiten bekommen nach dem Ortstermin einen festen Betrag. Häufig zeigt sich dabei, dass ein Jahresplan auf Dauer günstiger ist.
Was passiert mit dem Schnittgut?
Wir nehmen Grünschnitt, Laub und Unkraut mit und bringen sie zu geeigneten Annahmestellen. Die Entsorgung rechnen wir nachvollziehbar ab. Auf Wunsch lassen wir Laub als Mulch unter Sträuchern liegen, wenn das zur Fläche passt.
Müssen wir Geräte oder Wasser bereitstellen?
Geräte bringen wir selbst mit. Für die Bewässerung brauchen wir einen Wasseranschluss im Hof oder Außenbereich. Ist keiner vorhanden, besprechen wir Alternativen wie Wassersäcke für junge Bäume.
Wie oft wird der Rasen gemäht?
In der Hauptwachstumszeit meist alle ein bis zwei Wochen, im Hochsommer bei Trockenheit seltener. Wir mähen nicht nach starrem Kalender, sondern danach, wie schnell das Gras wächst. So bleibt die Fläche dichter und widerstandsfähiger.
Dürfen Sie Bäume fällen?
Fällungen und Arbeiten in großer Höhe übernehmen spezialisierte Baumpflegebetriebe. Wir erkennen, wenn ein Baum Probleme macht, dokumentieren das und stimmen den Einsatz der Fachleute mit Ihnen ab. Ob eine Genehmigung nötig ist, sollte vorab geklärt werden.
Arbeiten Sie auch für private Gärten?
Ja, unsere Gartenpflege gibt es auch für Einfamilien- und Reihenhäuser. Die Preise nennen wir dann inklusive Umsatzsteuer. Viele Privatkunden buchen feste Termine im Frühjahr und Herbst und dazwischen einige Mähgänge.
Verzichten Sie auf chemische Mittel?
Unkrautvernichter auf Wegen und Pflaster verwenden wir nicht. In Beeten arbeiten wir mechanisch und mit organischen Düngern. Wo Schädlinge auftreten, klären wir gemeinsam, was sinnvoll ist, und greifen im Zweifel auf Fachbetriebe zurück.



