
Wer abends durch ein Behandlungszimmer einer Zahnarztpraxis geht, sieht Dinge, die in einer Hausarztpraxis nicht vorkommen: feine weiße Spritzer auf dem Schrank neben dem Stuhl, eingetrocknete Tropfen Abformmasse im Waschbecken, einen dünnen Film auf der OP-Leuchte, Gipsstaub, der aus dem Labor bis in den Flur gewandert ist. Zahnärztliche Arbeit erzeugt Sprühnebel aus Wasser, Speichel und Abrieb – und der setzt sich im Umkreis des Behandlungsplatzes ab.
Wir reinigen zahnärztliche Einzel- und Gemeinschaftspraxen, kieferorthopädische Praxen, Oralchirurgie-Praxen ohne eigenen OP-Trakt und kleine Praxislabore. Für allgemeinmedizinische und therapeutische Räume gibt es die Seite zur Reinigung von Arzt- und Therapiepraxen.
Der Unterschied zu einer normalen Büro- oder Arztpraxisreinigung liegt weniger im Werkzeug als in der Reihenfolge und in der Abgrenzung. Eine gute Zahnarztpraxis-Reinigung weiß genau, welche Fläche nach dem letzten Patienten schon vom Praxisteam desinfiziert wurde und welche noch niemand angefasst hat. Sie beginnt dort, wo der meiste Staub entsteht, und endet dort, wo die Patienten am nächsten Morgen zuerst hinsehen.
Zuständigkeiten sauber trennen
Bevor wir über Tücher und Mittel sprechen, klären wir mit Ihnen die wichtigste Frage: Wer macht was? Die Behandlungseinheit mit Speifontäne, Hand- und Winkelstücken, Absaugschläuchen und wasserführenden Leitungen gehört in die Verantwortung Ihres Praxisteams. Dasselbe gilt für die Wischdesinfektion der patientennahen Flächen zwischen zwei Patienten und für alles, was im Aufbereitungsraum mit Instrumenten, Thermodesinfektor oder Sterilisator zu tun hat. Diese Arbeiten verlangen eine Sachkunde, die an die Praxis gebunden ist.
Unser Teil beginnt dort, wo der Behandlungstag endet: Böden, Schrankfronten, Arbeitsflächen nach Freigabe, Waschplätze, Leuchten außen, Stühle, Wartezimmer, Sanitär, Personalbereich und Labor. Welche Flächen dabei desinfizierend bearbeitet werden, steht in Ihrem Hygieneplan. Als Richtschnur dienen darin meist die KRINKO-Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sowie Vorgaben der Zahnärztekammer – verantworten und fortschreiben muss ihn die Praxis. Putzfirma Berlin setzt um, was darin steht, und fragt nach, wenn etwas unklar ist.
Ein häufiger Fall bei neuen Aufträgen: Die bisherige Firma hat „die Behandlungszimmer“ gereinigt, aber niemand wusste, ob damit auch die Schranktüren auf Kopfhöhe oder das Röntgengerät außen gemeint waren. Wir schreiben das auf, Raum für Raum.
Leistungsumfang nach Raumart
| Raum | Unsere Tätigkeiten | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Behandlungszimmer | Boden um die Einheit, Schrankfronten und Griffe, Arbeitsplatte nach Freigabe, Waschbecken, Spender außen, Behandlerstuhl-Sockel, Leuchten außen | an jedem Behandlungstag |
| Prophylaxezimmer | wie Behandlungszimmer, zusätzlich Spiegel und Ablagen für Pflegeprodukte | an jedem Behandlungstag |
| Aufbereitungsraum (Steri) | Boden, Waschbecken, freie Flächen, Schrankfronten; keine Instrumente und Geräte innen | an jedem Behandlungstag |
| Röntgen und DVT-Raum | Boden, Türgriffe, Bleischürzen-Halter außen, Geräteverkleidung nur nach Einweisung | an jedem Behandlungstag / wöchentlich |
| Praxislabor | Gipsstaub und Polierreste von Böden und Arbeitsflächen, Absaugung außen, Waschbecken mit Gipsabscheider außen | täglich oder 2× wöchentlich |
| Empfang, Wartezimmer, Flur | Tresen, Kontaktflächen, Stühle, Spielecke, Garderobe, Boden | an jedem Behandlungstag |
| Toiletten, Personalraum, Umkleiden | Sanitärobjekte, Armaturen, Küche, Spinde außen, Böden | an jedem Behandlungstag |
Die Zone rund um den Behandlungsstuhl
Das meiste davon fängt die Absaugung auf, der Rest verteilt sich in einem Radius von grob ein bis zwei Metern. Wir bearbeiten diese Zone deshalb besonders gründlich: Schranktüren und Oberseiten, Fensterbank, Lichtschalter, den Hocker für die Assistenz und den Bodenbereich unter und neben der Einheit. Gearbeitet wird von oben nach unten und vom Fenster zur Tür, damit nichts auf bereits bearbeitete Flächen zurücktropft.
Aufbereitungsraum und Labor
Wir wischen in dieser Richtung – von rein nach unrein – und wechseln dabei die Tücher. In der Regel stehen dort sensible Geräte, deren Bedienfelder wir nur berühren, wenn Ihr Team das ausdrücklich freigibt.
Im Labor ist Gipsstaub das Hauptthema. Trocken gefegt verteilt er sich nur, darum saugen wir ihn mit einem Gerät mit Feinstaubfilter ab und wischen anschließend feucht nach. Gipsreste im Waschbecken lösen wir mechanisch, ohne Säure, damit der Abscheider nicht leidet.
Wartezimmer und Empfang
Ein gepflegter Eingangsbereich nimmt davon nichts weg, aber ein ungepflegter verstärkt es. Die Patienten sehen vom Behandlungsraum wenig, doch sie warten zehn Minuten auf einem Stuhl und schauen auf Glastüren, Zeitschriftenablagen und die Kinderecke. Hier zählt der sichtbare Eindruck. Mehr dazu im Beitrag über Hygiene im Wartezimmer.
Wöchentliche und periodische Arbeiten
Zusätzlich zu den täglichen Aufgaben planen wir feste Zusatzrunden:
- wöchentlich: Heizkörper, Sockelleisten, Türblätter beidseitig, Kühlschrank im Personalraum innen nach Absprache, Stuhlbeine im Wartezimmer
- monatlich: Deckenleuchten und Lüftungsgitter außen, Jalousien, Oberseiten hoher Schränke, Glasflächen innen
- halbjährlich: Grundreinigung der Böden, bei PVC und Linoleum mit neuer Pflegeschicht; Fenster innen und außen, auf Wunsch über unsere Fensterreinigung
Einstieg in fünf Schritten
- Rundgang nach Behandlungsende. Wir besichtigen die Praxis kostenlos, meist wenn der letzte Patient gegangen ist. Dabei sehen wir uns Einheiten, Bodenbeläge, Steri und Labor an.
- Zuständigkeitsliste. Gemeinsam halten wir fest, welche Fläche Ihr Team und welche wir bearbeiten. Das ist die wichtigste Grundlage für alles Weitere.
- Angebot. Ihr Angebot mit monatlichem Festbetrag liegt werktags binnen 24 Stunden vor. Das Muster-Leistungsverzeichnis weiter oben dient als Ausgangspunkt.
- Einarbeitung. Die ersten Einsätze macht das feste Team mit einer Einweisung durch Ihre Praxismanagerin oder Hygienebeauftragte.
- Abnahme und Nachsteuern. Nach zwei bis drei Wochen machen wir mit Ihnen eine Begehung und passen die Checkliste an.
Was die Arbeit in der Zahnmedizin kostet
Gewerbliche Leistung, Preise netto zuzüglich Mehrwertsteuer.
| Leistungsbaustein | Richtwert |
|---|---|
| Laufende Reinigung an Behandlungstagen | ab 28,90 € pro Stunde |
| Laufende Reinigung inklusive Praxislabor | ab 30,40 € pro Stunde |
| Samstags- oder Spätdienst nach 22 Uhr | ab 34,90 € pro Stunde |
| Grundreinigung PVC oder Linoleum mit Einpflege | ab 3,40 € pro m² |
Der Monatspreis für die Zahnarztpraxis-Reinigung hängt ab von der Zahl der Behandlungszimmer, dem Labor, der Bodenart, der Menge desinfizierend zu bearbeitender Flächen und davon, ob abends oder frühmorgens gereinigt wird. Sobald wir die Räume kennen, nennen wir einen verbindlichen Monatsbetrag. Weitere Richtwerte stehen unter Preise.
Zahnmedizin in Berlin: typische Räume und Wege
Viele Berliner Zahnarztpraxen sitzen in Altbauten, oft im Hochparterre oder ersten Stock mit großen Fenstern zur Straße – in Prenzlauer Berg ebenso wie in Schöneberg oder Friedenau. Dort wurden Wohnungen zu Praxen umgebaut, mit neuen PVC-Böden in den Behandlungszimmern und oft erhaltenem Parkett im Wartebereich. Das bedeutet zwei Reinigungsverfahren nebeneinander: nass und desinfizierend im Behandlungsteil, nebelfeucht und materialschonend im Eingangsbereich.
In Ärztehäusern und Gesundheitszentren teilen sich Zahnärzte Flure und Aufzüge mit anderen Praxen. Dann stimmen wir uns mit der Hausverwaltung ab, damit Schlüssel, Alarmzeiten und Müllräume klar geregelt sind. Viele Berliner Zahnarztpraxen bieten zudem Abendsprechstunden bis 20 Uhr oder später an; in solchen Fällen kommt unser Team frühmorgens. Wir arbeiten in sämtlichen Berliner Bezirken.
Das harte Berliner Leitungswasser ist in Zahnarztpraxen doppelt spürbar: an den Waschbecken im Behandlungszimmer und an der Speifontäne. Um die Fontäne kümmert sich Ihr Team, die Kalkränder an Waschbecken und Armaturen entfernen wir regelmäßig. Hintergründe liefert der Beitrag zu Kalk im Berliner Wasser.
Sorgfalt bei Oberflächen, Mitteln und Personal
Materialverträglichkeit. Polster von Behandlungsstühlen, Acrylglas an Röntgenschutz oder Monitorabdeckungen reagieren empfindlich auf alkoholische Mittel. Wir nehmen nur, was Hersteller und Hygieneplan vorsehen. Welche Materialien besonders heikel sind, zeigt der Beitrag über Oberflächen und Desinfektionsmittel.
Wirksamkeit. Die Einwirkzeit steht auf dem Etikett und im Hygieneplan. Wir halten sie ein und wischen erst danach nach, wenn das überhaupt vorgesehen ist.
Getrennte Tücher. Rot für Sanitär, Gelb für Waschbecken und Fliesen, Blau für Möbel und Behandlungsumfeld, Grün für Küche – so bleibt die Trennung auch für neue Kollegen eindeutig.
Arbeitsschutz. Unsere Mitarbeitenden tragen Schutzhandschuhe, kennen die Sicherheitsdatenblätter und berühren keine Abwurfbehälter für spitze Gegenstände. Diese Behälter verschließt und entsorgt Ihr Team.
Vertraulichkeit. Karteikarten, Röntgenbilder am Bildschirm und Patientenunterlagen fassen wir nicht an. Schlüssel werden gegen Unterschrift übergeben; die Tätigkeit ist über unsere Betriebshaftpflicht versichert.
Sonderfälle. Nach einem Umbau, einem Wasserschaden oder einem vom Hygieneplan abweichenden Infektionsgeschehen reicht die laufende Zahnarztpraxis-Reinigung nicht aus. Dafür planen wir einen eigenen Einsatz, etwa eine Desinfektionsreinigung aller Flächen, abgestimmt mit Ihrer Hygieneverantwortlichen.
Das Team beginnt im Labor, weil dort der meiste Staub entsteht. Danach folgen die Behandlungszimmer vom hintersten zum vordersten Raum, dann der Aufbereitungsraum von rein nach unrein, anschließend Sanitär und Personalraum. Wartezimmer und Empfang kommen zuletzt, damit dort beim Hinausgehen niemand mehr Schmutz hineinträgt.
- Gipsstaub wird trocken gefegt und landet in den Behandlungsräumen.
- Alkoholische Tücher auf Kunstlederpolstern – nach einigen Monaten wird das Material rissig.
- Niemand fühlt sich für die Oberseite der Schränke neben der Einheit zuständig.
- Die Reinigungskraft wischt im Steri von unrein nach rein und verschleppt so Schmutz.
Wir schauen uns Behandlungszimmer, Steri und Labor an und klären die Aufgabenteilung mit Ihnen.
Häufige Fragen
Gehört die Behandlungseinheit zu Ihrem Auftrag?
Die Einheit selbst mit Speifontäne, Absaugung und wasserführenden Teilen bleibt Aufgabe Ihres Praxisteams. Wir reinigen die Außenbereiche rund um die Einheit, also Sockel, Boden, benachbarte Schränke und Leuchten außen, sofern Ihr Hygieneplan das vorsieht.
Welche Mittel setzen Sie ein?
Wir bringen Reinigungs- und Desinfektionsmittel mit. Für desinfizierende Arbeiten nehmen wir das Präparat, das Ihr Hygieneplan vorgibt, oder ein von Ihnen freigegebenes gleichwertiges Mittel. Beim Polster prüfen wir vorher die Herstellerangaben.
Arbeiten Sie auch in kieferorthopädischen Praxen?
Ja. Dort ist der Durchlauf oft hoch, viele junge Patienten, und im Wartebereich wird entsprechend viel angefasst. Dazu kommt häufig ein kleines Labor für Zahnspangen, in dem Kunststoffstaub anfällt.
Wie gehen Sie mit dem Aufbereitungsraum um?
Wir reinigen Böden, Waschbecken und freie Flächen in der Richtung von rein nach unrein. Instrumente, Sterilgut und Geräte innen berühren wir nicht; Bedienfelder nur, wenn Ihr Team das freigibt.
Können Sie morgens vor der ersten Behandlung reinigen?
Ja, das ist bei Praxen mit langen Abendsprechstunden oft die bessere Lösung. Wichtig ist dann ein ausreichender Puffer, damit Böden vor dem ersten Patienten trocken sind.
Ab wann kann Ihr Team bei uns anfangen?
Sind Rundgang und Aufgabenteilung geklärt, geht es meist innerhalb weniger Tage los, kurzfristige Einsätze je nach Verfügbarkeit auch früher. Den Hygieneplan sollten wir vor dem ersten Einsatz gesehen haben.
Was kostet die Reinigung einer Praxis mit drei Behandlungszimmern?
Das hängt vom Labor, von der Bodenart und vom Desinfektionsumfang ab. Als grobe Orientierung gilt unser Stundensatz ab 28,90 € netto; den verbindlichen Monatsbetrag nennen wir nach dem Rundgang – anfragen können Sie ihn über das Angebotsformular.



