
In den meisten Wohnungen gibt es keinen eigenen Raum für Reinigungsmaterial. Der Staubsauger steht im Flurschrank, Eimer und Mopp im Bad, die Reiniger irgendwo unter dem Waschbecken oder der Spüle. Das funktioniert, solange alles trocken, sauber und geordnet ist. Meist ist es das nicht. Nasse Wischbezüge liegen zusammengeknüllt im Eimer, Flaschen stehen ohne Deckel herum, und niemand weiß mehr, welcher Lappen wofür war.
Dabei entscheidet der Zustand des Materials maßgeblich mit, wie sauber eine Wohnung nach dem Putzen tatsächlich ist. Ein Mopp, der muffig riecht, verteilt Bakterien und Geruch auf dem Boden. Ein verkrustetes Tuch hinterlässt Schlieren.
Die drei Ziele: trocken, sicher, griffbereit
Trocken, weil Mikroorganismen Feuchtigkeit brauchen. Alles, was nach dem Putzen nass zurückbleibt, entwickelt innerhalb von Stunden Geruch.
Sicher, weil viele Reiniger reizend oder ätzend sind und in Kinderhände oder an Haustiere nicht gelangen dürfen. Außerdem sollen unterschiedliche Produkte nicht versehentlich zusammenkommen.
Griffbereit, weil Sie eher kurz zwischendurch wischen, wenn Sie nicht erst drei Schranktüren öffnen müssen.
Wo was hingehört
| Material | Idealer Ort | Worauf achten |
|---|---|---|
| Reiniger, Kalklöser, Spülmittel | Oberschrank oder abschließbarer Unterschrank, kühl, dunkel | Originalflasche, Deckel zu, sauer und chlorhaltig getrennt |
| Mikrofasertücher | offene Box oder Regal, nach Farbe sortiert | nur trocken einlagern |
| Mopp und Wischbezüge | hängend, belüftet, z. B. Wandhalter im Bad oder Abstellraum | nie im Eimer stehen lassen |
| Eimer | umgedreht oder offen, trocken | innen regelmäßig auswischen |
| Staubsauger, Akkusauger | Flurschrank, Wandhalter mit Ladestation | Beutel/Behälter nicht voll lagern |
| Bürsten, WC-Bürste | am Einsatzort, offen und belüftet | Halter wöchentlich reinigen |
| Handschuhe | Haken, Öffnung nach unten | nach Bereich getrennt |
Für Mikrofaserlappen empfiehlt es sich, nach Farben zu sortieren. Wie ein einfaches Farbsystem zuhause aussieht, erklärt der Beitrag über farbige Tücher im Haushalt.
Reinigungsmittel sicher lagern
Die wichtigste Regel ist so einfach wie wirksam: Immer in der Originalflasche. Umgefüllte Reiniger in Trinkflaschen oder Marmeladengläsern sind eine klassische Unfallursache, weil sie mit Getränken oder Lebensmitteln verwechselt werden. Außerdem fehlen dann Gefahrenhinweise und Dosierangaben.
Weitere Punkte:
- Höhe oder Schloss. In Haushalten mit Kindern gehören Reiniger nach oben oder hinter eine Kindersicherung. Der Schrank unter der Spüle ist dafür ohne Sicherung ungeeignet. Ausführlich dazu: Putzmittel kindersicher aufbewahren.
- Getrennt nach Wirkung. Saure Mittel wie Kalk- und WC-Reiniger nicht direkt neben chlorhaltigen Produkten. Läuft eine Flasche aus, können sich sonst gefährliche Dämpfe bilden.
- Kühl und lichtgeschützt. Hitze und Sonne zersetzen manche Wirkstoffe, und Sprühköpfe werden spröde. Direkt neben der Heizung oder am Südfenster ist kein guter Platz.
- Weniger ist mehr. Viele Haushalte besitzen zehn Produkte und benutzen drei. Aussortieren schafft Platz und Übersicht. Was mit angebrochenen, nicht mehr benötigten Flaschen passiert, klärt unser Text zur Entsorgung von Putzmittelresten.
Nach dem Putzen: die Pflege in fünf Schritten
- Eimer leeren und ausspülen. Das Schmutzwasser gehört in die Toilette oder den Ausguss, nicht ins Waschbecken, an dem Sie Zähne putzen. Danach den Eimer kurz auswischen und umgedreht trocknen lassen.
- Wischbezüge abnehmen. Nicht auf dem Mopp trocknen lassen, sondern abziehen, grob ausspülen und entweder direkt in die Wäsche oder zum Trocknen aufhängen.
- Lappen sammeln. Benutzte Tücher über den Eimerrand oder auf eine Leine hängen, bis gewaschen wird. Nie nass in einer geschlossenen Tüte lagern.
- Bürsten ausklopfen und abspülen. Haare und Fusseln entfernen, mit den Borsten nach unten trocknen.
- Flaschen verschließen und zurückstellen. Tropfende Sprühköpfe abwischen.
- Wischbezüge und Lappen gewaschen, bei 60 °C
- Staubsaugerbeutel oder Behälter geprüft, Filter ausgeklopft
- Eimer und WC-Bürstenhalter ausgewischt
- Handschuhe auf Löcher geprüft
- Leere Flaschen entsorgt, Nachkauf notiert
Wenn es muffig riecht
Geruch ist das deutlichste Warnsignal. Ein Mopp, der unangenehm riecht, ist mit Bakterien besiedelt. Ausspülen reicht dann nicht, er gehört in die Waschmaschine. Bei Schwammmopps, die nicht waschbar sind, ist oft nur Austausch möglich. Welche Mopps sich leichter pflegen lassen, zeigt der Beitrag über verschiedene Wischmopp-Arten.
Auch Schwämme verdienen einen strengen Blick. In der Küche sind sie oft das keimreichste Objekt überhaupt. Mehr dazu unter Küchenschwamm und Spültuch.
Platz schaffen in kleinen Wohnungen
In vielen Berliner Mietwohnungen, ob im Altbau oder im Plattenbau, sind Abstellräume knapp. Ein paar Ideen, die in der Praxis gut funktionieren:
- Türinnenseite nutzen. Schmale Haken oder Organizer an der Innenseite einer Schranktür nehmen Handschuhe, Bürsten und Sprühflaschen auf.
- Wandhalter für Stielgeräte. Mopp, Besen und Handfeger hängen platzsparend nebeneinander an einer Klemmleiste.
- Tragekorb statt Schrankchaos. Ein Putzkorb mit Griff nimmt die wichtigsten Mittel auf und wandert von Raum zu Raum. Ideal für alle, die in kurzer Zeit viel schaffen wollen.
- Faltbare Eimer. Sie brauchen zusammengelegt kaum Platz, sind aber nicht so robust wie klassische Eimer.
- Nischen neben der Waschmaschine. Schmale Rollwagen passen dort oft hinein.
Geräte mit Akku und Motor
Akkusauger, Fensterreinigungsgeräte und Bodenwischer mit Motor brauchen eigene Aufmerksamkeit. Lagern Sie sie trocken und nicht direkt neben Heizkörpern. Lithium-Akkus mögen weder Frost noch große Hitze; ein ungeheizter Keller im Winter ist daher kein guter Platz. Wer ein Gerät für mehrere Wochen nicht nutzt, lädt den Akku am besten nur teilweise und lagert es dann.
Bei Staubsaugern entscheidet der Zustand von Beutel und Filter über die Leistung. Ein übervoller Beutel verringert die Saugkraft deutlich und kann dazu führen, dass feiner Staub durch den Filter wieder in die Raumluft gelangt. Kontrollieren Sie auch die Düse: Haare und Fäden auf der Bürstenwalze gehören regelmäßig entfernt.
Regelmäßig ausmustern
Material hat eine begrenzte Lebensdauer. Wischbezüge, deren Fasern verfilzt sind, nehmen kaum noch Schmutz auf. Bürsten mit plattgedrückten Borsten schieben Dreck nur hin und her. Eimer mit Rissen tropfen irgendwann in den Schrank. Legen Sie einmal im Quartal alles auf den Tisch und sortieren Sie aus, was seinen Zweck nicht mehr erfüllt. Das dauert zehn Minuten und spart beim nächsten Putzen spürbar Mühe.
So machen wir es im Betrieb
In Büros und Praxen, die wir betreuen, gibt es meist einen eigenen Putzraum oder zumindest einen abschließbaren Schrank. Die Teams von Putzfirma Berlin halten dort Material nach einem festen Schema vor: Mittel in Dosierstationen oder verschlossenen Originalgebinden, Lappen trocken und nach Farbe getrennt, benutzte Textilien in einem separaten, geschlossenen Behälter, der regelmäßig zur Wäsche geht. Dazu kommen Sicherheitsdatenblätter, die für gewerbliche Produkte vorliegen müssen.
Zuhause brauchen Sie kein solches System. Zwei Gedanken lassen sich aber übertragen: Benutztes und Sauberes streng trennen, und nur so viel lagern, wie tatsächlich gebraucht wird.
Wann ein Profi entlastet
Wenn Sie sich weder um Mittel noch um Geräte kümmern möchten, bringen unsere Teams alles mit und nehmen benutzte Textilien auch wieder mit. Das gilt für die private Wohnungsreinigung ebenso wie für die feste Haushaltshilfe. Für Unternehmen organisieren wir im Rahmen der Büroreinigung und Unterhaltsreinigung auch den Putzraum, die Materialbestellung und den Nachschub an Verbrauchsmaterial.
Kurz beantwortet
Darf ich Reiniger in kleinere Sprühflaschen umfüllen?
Nur in eindeutig beschriftete, dafür vorgesehene Sprühflaschen, niemals in Getränke- oder Lebensmittelbehälter. Schreiben Sie Produktname und Verdünnung darauf. Besser ist es, Konzentrate mit passender Dosierflasche des Herstellers zu verwenden.
Wie lange halten Reinigungsmittel?
Die meisten Produkte sind geschlossen mehrere Jahre haltbar. Geöffnete Flaschen verlieren je nach Inhalt mit der Zeit Wirkung. Wenn sich Farbe, Geruch oder Konsistenz verändern, sollten Sie das Mittel nicht mehr verwenden.
Wo trockne ich den Mopp am besten?
Hängend, mit dem Bezug nach unten, an einem luftigen Ort. Ein Wandhalter im Bad mit offener Tür oder auf dem Balkon eignet sich gut. Im geschlossenen Schrank oder im Eimer trocknet er nicht und beginnt zu riechen.
Gehören Reiniger und Lebensmittel in denselben Schrank?
Nein. Halten Sie Reinigungsmittel getrennt von Lebensmitteln und Geschirr. So vermeiden Sie Verwechslungen und verhindern, dass ausgelaufene Mittel mit Essen in Kontakt kommen.
Über diesen Beitrag
Geschrieben aus der täglichen Praxis unserer Reinigungsteams in Berlin. Hinweise zu Recht, Steuern oder Gesundheit geben einen allgemeinen Überblick und ersetzen keine persönliche Beratung durch eine Fachstelle.




