Symbolgrafik zum Beitrag „Empfang und Eingang“ aus dem Thema Sauberkeit im Firmenalltag

Wer zum ersten Mal zu Ihnen kommt, sieht nicht Ihre Bilanz und nicht Ihr Organigramm. Er sieht eine Glastür, eine Fußmatte, einen Tresen und vielleicht zwei Sessel mit einem Tischchen voller Zeitschriften. Aus diesen wenigen Dingen bildet sich ein Urteil, das später nur mühsam zu korrigieren ist. Ein verschmierter Türgriff, Streusalzränder auf dem Boden oder ein welkes Blumengesteck erzählen etwas über Sorgfalt – ob das fair ist oder nicht.

Der Empfang ist zugleich die Zone mit der höchsten Belastung pro Quadratmeter. Jeder Mensch, der das Gebäude betritt, bringt Straßenschmutz, Feuchtigkeit und im Winter Splitt mit. Jede Hand greift an dieselbe Klinke. Deshalb reicht es nicht, den Eingang so zu behandeln wie ein normales Einzelbüro. Er braucht einen eigenen Plan.

Warum gerade diese Zone so schnell verschmutzt

Rund achtzig Prozent des Schmutzes in einem Gebäude kommen über die Schuhsohlen herein – das ist eine verbreitete Faustregel unter Reinigungsfachleuten und deckt sich mit dem, was wir täglich sehen. Der größte Teil davon bleibt auf den ersten Metern hinter der Tür liegen, wenn dort genug Mattenfläche liegt. Fehlt sie, wandert der feine Sand weiter, wirkt auf Parkett und Stein wie Schleifpapier und landet schließlich in Teppichen und Polstern.

Dazu kommen Kontaktflächen: Türdrücker, Klingeltableau, Aufzugsknöpfe, die Tresenkante, auf der Besucher sich abstützen, der Kugelschreiber am Besucherbuch. Und schließlich Glas. Eingangstüren und Trennwände aus Glas zeigen jeden Fingerabdruck, besonders wenn am Nachmittag die Sonne flach hineinscheint.

Die Fläche in Zonen aufteilen

Bevor Sie über Häufigkeiten sprechen, lohnt ein kurzer Rundgang mit Block. Teilen Sie den Weg des Besuchers in Abschnitte und notieren Sie, was dort jeweils anfällt.

Abschnitt Typische Verschmutzung Empfohlener Turnus Hinweis
Außenbereich vor der Tür Laub, Zigarettenkippen, Splitt täglich kontrollieren Zuständigkeit mit Hausverwaltung klären
Schmutzfangzone innen Sand, Nässe, Salz täglich saugen, bei Nässe mehrfach Mattenlänge mindestens drei Schritte
Eingangstür und Glaswände Handabdrücke, Nasenspuren von Hunden, Regenschlieren täglich Griffbereich, wöchentlich komplett Rahmen und Schwellen nicht vergessen
Tresen und Besucherablage Staub, Fettfilm von Händen, Kaffeeränder täglich Technik nur trocken oder nebelfeucht
Wartebereich Krümel, Flecken auf Polstern, Zeitschriftenchaos täglich Grundordnung, Polster nach Bedarf Pflanzen gießen und abzupfen
Aufzug oder Treppe zum Büro Fingerabdrücke auf Edelstahl, Schmutz in Türschienen täglich Tableau, wöchentlich Schienen oft Teil der Hausreinigung

Die Tabelle ist ein Ausgangspunkt. In einer Arztpraxis in der Friedrichstraße sieht die Belastung anders aus als in einer Steuerkanzlei mit fünf Mandantenterminen pro Woche. Entscheidend ist, dass jeder Abschnitt einen Verantwortlichen und einen Rhythmus hat.

Schritt für Schritt zum gepflegten Ankunftsbereich

  1. Mattenfläche prüfen. Messen Sie, wie viele Schritte ein Besucher auf textiler Matte zurücklegt, bevor er den eigentlichen Boden betritt. Unter drei Schritten bleibt zu viel Schmutz an den Sohlen. Eine Kombination aus grober Außenmatte und saugfähiger Innenmatte bringt am meisten.
  2. Kontaktpunkte festlegen. Gehen Sie den Weg einmal bewusst ab und zählen Sie alle Stellen, die Hände berühren. Diese Liste bekommt Ihr Reinigungsteam als eigene Position.
  3. Glas einplanen. Legen Sie fest, ob nur der Griffbereich täglich gewischt wird oder die ganze Fläche. Für große Glasfronten ist eine separate Glasreinigung für Gewerbeflächen im festen Rhythmus meist wirtschaftlicher.
  4. Tresen entrümpeln. Alles, was nicht täglich gebraucht wird, verschwindet in Schubladen. Eine freie Fläche lässt sich in Sekunden wischen, eine vollgestellte gar nicht.
  5. Wartebereich reduzieren. Wenige, aktuelle Zeitschriften statt eines Stapels. Pflanzen, die Ihr Team wirklich pflegt. Sitzmöbel mit abwischbaren oder gut zu reinigenden Bezügen.
  6. Zeitpunkt klären. Der Eingang sollte fertig sein, bevor der erste Besucher kommt. Bei Frühterminen um acht heißt das: Reinigung am Vorabend oder sehr früh am Morgen.
  7. Zwischendurch nachsehen. Bei Regen oder Schnee hilft ein kurzer Kontrollgang zur Mittagszeit. Das kann eine Person am Tresen übernehmen, wenn Sauger und Tuch griffbereit stehen.
Fehler, die wir am Eingang häufig sehen
  • Zu kurze oder durchnässte Matten, die Schmutz eher verteilen als halten.
  • Glasreiniger direkt auf den Tresen gesprüht – der Nebel landet auf Monitor und Telefon.
  • Streusalzränder auf Naturstein, die mit saurem Reiniger „weggeputzt“ werden und den Stein angreifen.
  • Duftsprays statt Lüften: Der Geruch überdeckt nichts, er kommt nur dazu.
  • Vertrocknete Pflanzen und Prospekte vom letzten Jahr, die niemand mehr bemerkt – außer den Gästen.

Böden im Foyer: Material entscheidet

Viele Berliner Bürohäuser haben im Foyer Naturstein, Terrazzo oder großformatiges Feinsteinzeug, in sanierten Altbauten auch Fliesen mit Muster aus der Gründerzeit. Jedes Material verlangt eigene Pflege. Kalkstein und Marmor reagieren empfindlich auf Säure, Feinsteinzeug verträgt kräftigere Reiniger, zeigt dafür aber jeden Wasserrand. Wo Schmutz und Salz über Wochen eingetreten wurden, bringt eine gezielte Bodenreinigung mit Maschine den Belag zurück, bevor der Oberflächenschutz dauerhaft leidet.

Im Winter lohnt ein Blick auf die Randbereiche. Salzlauge zieht in Fugen und an Sockelleisten, trocknet dort weiß aus und wird bei jedem Wischgang wieder angelöst. Hier hilft nur, mit klarem Wasser nachzuwischen und die Matten häufiger zu wechseln.

Aus der Praxis: unsere Reihenfolge an der Tür

Unsere Teams beginnen die Runde fast immer an der Haustür und arbeiten uns nach innen vor. So tragen wir keinen frischen Schmutz in bereits gereinigte Flächen. Für die Kontaktpunkte nutzen wir ein eigenes Tuch in eigener Farbe, damit nichts vom Sanitärbereich an den Tresen gelangt.

Ein häufiger Fall: Die Glastür wirkt trotz täglichem Wischen streifig. Meist liegt das an zu viel Reinigungsmittel oder an einem Tuch, das vorher etwas anderes gewischt hat. Wir arbeiten an Glas mit sehr wenig Mittel und einem trockenen Nachpoliertuch – dazu mehr im Beitrag über Glastüren ohne Fingerabdrücke.

Ebenfalls bewährt: ein kleines Notfallset hinter dem Tresen. Ein Mikrofasertuch, ein Sprühfläschchen mit verdünntem Neutralreiniger, ein Handfeger. Damit lässt sich ein verschütteter Kaffee oder eine Pfütze vom Schirmständer beseitigen, bevor der nächste Termin kommt. Auch Schmutzfangmatten sollten Sie nicht vergessen: Wie man sie richtig pflegt, steht in unserem Text zum Waschen von Fußmatten.

Kurzcheck vor dem ersten Termin des Tages
  • Matte trocken und frei von sichtbarem Sand
  • Türgriff und Klingelplatte fleckenfrei
  • Tresen leer bis auf das Nötigste
  • Wartebereich aufgeräumt, Wasserkaraffe frisch
  • Licht an, keine defekten Leuchtmittel im Blickfeld

Ordnung als Teil des Bildes

Sauberkeit und Ordnung sind zwei verschiedene Dinge, wirken aber zusammen. Ein frisch gewischter Tresen, auf dem Paketstapel und lose Post liegen, sieht trotzdem unruhig aus. Viele Unternehmen koppeln die Pflege des Eingangs deshalb mit einfachen Regeln für alle: Pakete kommen sofort in den Lagerraum, Garderobe gehört nicht in den Sichtbereich, Werbeaufsteller werden nach Aktionen abgebaut. Am Schreibtisch greift dieselbe Logik – nachzulesen bei der Clean-Desk-Policy für aufgeräumte Arbeitsplätze.

Genauso gilt: Was im Foyer gut aussieht, sollte hinter der nächsten Tür nicht abbrechen. Wenn der Besucher vom glänzenden Tresen in einen Besprechungsraum mit Kaffeerändern geführt wird, verpufft der gute Start. Tipps für diese Übergabe finden Sie unter Meetingräume zwischen Terminen herrichten.

Wann eine Reinigungsfirma sinnvoll ist

Einen kleinen Empfang mit Matte und Tresen kann ein Team gut selbst im Blick behalten, solange die tägliche Grundreinigung geregelt ist. Sobald mehrere Mieter einen Eingang teilen, das Foyer aus Naturstein besteht oder große Glasflächen dazugehören, lohnt eine feste Vergabe. Dann greifen Unterhaltsreinigung, Glaspflege und gelegentliche Maschinenreinigung ineinander, und niemand im Team muss mit dem Wischmopp zwischen Kunden stehen.

Putzfirma Berlin übernimmt den Empfangsbereich als Teil der laufenden Büroreinigung oder als eigene Position mit täglichem Turnus. Wir kommen in alle Berliner Bezirke, besichtigen kostenlos, und nach dem Rundgang erhalten Sie werktags innerhalb von 24 Stunden ein Angebot. Wie viel Zeit Ihre Fläche insgesamt braucht, lässt sich mit unserer Bedarfsrechnung für Büroflächen grob abschätzen.

Kurz beantwortet

Wie oft sollte das Foyer gereinigt werden?

In Büros mit regelmäßigem Besucherverkehr täglich, und zwar vor Arbeitsbeginn. Bei Regen, Schnee oder vielen Terminen kommt ein kurzer Zwischengang dazu. Glasflächen außerhalb des Griffbereichs genügen oft wöchentlich.

Welche Matten eignen sich im Foyer?

Am besten eine Kombination: außen eine grobe Matte, die Steine und Splitt abstreift, innen eine textile Matte, die Feuchtigkeit und Feinstaub aufnimmt. Zusammen sollten es mindestens drei Schritte sein. Mietmatten mit Wechselservice sind für stark begangene Eingänge eine bequeme Lösung.

Darf ich Naturstein im Foyer mit Essigreiniger pflegen?

Bei Marmor, Kalkstein und vielen Terrazzoböden nicht. Säure löst den Kalk im Stein an, und es entstehen matte Stellen. Verwenden Sie einen pH-neutralen Reiniger oder ein Pflegemittel, das der Hersteller für den Stein freigibt.

Wer ist für den Bereich vor der Haustür zuständig?

Das regelt in der Regel der Mietvertrag oder die Hausordnung. Häufig übernimmt die Hausverwaltung den Außenbereich, der Mieter seine eigenen Flächen ab der Wohnungs- oder Bürotür. Klären Sie das schriftlich, damit im Winter niemand auf den anderen wartet.

Lohnt sich das Putzen des Foyers während der Öffnungszeiten?

Für kurze Kontrollgänge ja, für die gründliche Reinigung eher nicht. Nasse Böden und Geräte im Weg passen schlecht zu ankommenden Gästen. Besser ist die Hauptreinigung vor Arbeitsbeginn plus ein kurzer Check zur Mittagszeit.

Über diesen Beitrag

Geschrieben aus der täglichen Praxis unserer Reinigungsteams in Berlin. Hinweise zu Recht, Steuern oder Gesundheit geben einen allgemeinen Überblick und ersetzen keine persönliche Beratung durch eine Fachstelle.